Samstag, 20. April 2013

Was ich schon immer mal loswerden wollte...

ACHTUNG: Hier geht es mal wieder um meine eigene Meinung. Lest es mit einem Augenzwinkern oder gar nicht. Aber ich denke mal, ich bin nicht die einzige, der es so geht...

Hallo meine Lieben,

wenn man so krank im Bett rumgammelt, hat man Zeit, sich über alles mögliche Gedanken zu machen. Mittlerweile habe ich das Internet auch schon zweimal durch und entweder denkt man sich "Egal!" oder man regt sich auf. Heute habe ich Lust mich aufzuregen. Ist für meinen etwas hohen Blutdruck zwar nicht gerade das Beste, aber was soll's!

Inzwischen drücke ich mich in dieser Beautyszene seit 3,5 Jahren rum. Zu Beginn nur passiv und auch wenn ich jetzt schon fast 1,5 Jahre blogge (wie vergeht doch die Zeit!), bin ich, was Kommentare anbelangt, sehr zurückhaltend. Oftmals steckt Faulheit dahinter. Und der Grundgedanke: "Wenn ich nichts nettes sagen kann, dann sage ich gar nichts."
Was natürlich nicht heissen soll, dass man den anderen nur Zucker in den Hintern blasen muss. Auch negative Kritik kann sehr fruchtbar sein. Beleidigend sollte man nur nicht werden (was auf YT in den Kommentaren ja häufiger vorkommt). Aber ich denke, oftmals ist diese nicht-drauf-eingehen-Taktik am einfachsten, sonst schaukelt sich unnötiger Weise was hoch. Meinungen sind und bleiben nun mal individuell. Wie auch Geschmack (auch wenn der vielen im Netz fehlt!!).

Was auch eine Rolle spielt, ist fehlendes Feedback. Gerade auf Twitter, wo eine gewisse Interaktivität herrscht, ist das in gewissen Fällen zu erwarten. Dass ein grosser YTer, der etliche Follower hat, nicht jedem antwortet, ist mir klar. Wenn aber eine klar formulierte Frage in den Raum gestellt wird und ich eine wirklich qualifizierte Gegenfrage stelle, finde ich, kann ich schon eine Antwort erwarten.
Ich finde, es muss auch nicht jeder Kommentar kommentiert werden. Es kommt auf die Situation drauf an. Ich lebe ja schliesslich auch nicht im Wolkenkuckucksheim!
Ich ärgere mich da jedenfalls gar nicht lange rum. Wer nervt, wird entfolgt. Ganz einfach!

Was mich auch tierisch nervt sind diese ganzen Make up Artists, die jetzt wie Pilze aus dem Boden spriessen. Und dann sind die Leute auch noch stolz drauf, weil sie ihr Studium (...) geschmissen haben, Mami die Kohle hat springen lassen und sie sich jetzt MUA nennen können.
Ich habe 11 Semester (Regelstudienzeit!) lang studiert und dann noch Zusatzqualifikationen erworben. Da bin ich stolz drauf.
Das soll nicht heissen, dass man in dieser Branche nicht auf Erfolg hinarbeiten kann. Ich denke, eine Lehre als Frisörin oder Visagistin / Maskenbildnerin ist eine gute Voraussetzung, dann vielleicht so ein Kurs obendrauf. Von mir aus. Aber wenn ich z.B. lange Jahre am Theater oder beim Fernsehen arbeiten würde, ich käme mir verar**** vor, wenn ich 19jährige Mädels auf YT die Klappe aufreissen sehen würde.
Ist da überhaupt Bedarf vorhanden? Ich wurde in meinem Leben erst einmal profimässig geschminkt und zwar zu meiner Hochzeit. Die Dame arbeitete beim Schweizer Fernsehen und meine Schwägerin hat mir das zur Hochzeit spendiert. War nett, hätte ich aber auch alleine hinbekommen.
Ich finde es eh immer etwas seltsam anmutend, wenn "Ausbildungen" nur wenige Monate dauern und dann noch ein paar Tausend Euro kosten.

Was mir auch auffällt, es gibt immer mehr Posts auf den Beautyblog, die sich ums Abnehmen drehen. Da genau diese Leute seltenst Ganzkörperfotos zeigen, kann ich nicht beurteilen, ob es wirklich nötig ist, aber anscheinend sind diese Leute sehr unzufrieden mit sich. Ich könnte mich totärgern, dass ich nicht WW erfunden habe. Ich hätte ausgesorgt. Ich schäme mich auch schon fast, weil ich noch nie auch nur einen Tag vegan gelebt habe (stimmt nicht, die 3 Tage post OP, die ich im Koma lag, da habe ich gar nix gegessen und getrunken). Irgendwie nerven mich diese Trends einfach.
Finde ich Trendbewegungen im Beautybereich noch irgendwie spannend, finde ich es umso erschreckender, wie sich die Leben der einzelnen Mitglieder in der Community immer mehr angleichen.
Ich poste auf instagram auch nur Katzenfotos, weil es alle anderen auch machen...
Ich glaub, ich dreh langsam auch durch!

Wie seht ihr das denn? Bin ich aufgrund meines Alters einfach schon zu spiessig? Oder ist MUA auch der Traum eurer schlaflosen Nächte? Oder seid ihr alle schon seit Jahren Veganer? Oder bin ich einfach nur uncool und neidisch?
Zumindest weiss ich woran es liegt, wenn mir morgen keiner mehr folgt :).

Liebe Grüsse,
euer Puminchen

Kommentare:

  1. Ich find's toll zu lesen und echt klasse ehrlich.
    Ich stimme so sehr zu.
    Ich weiß nicht warum alle immer versuchen wie die anderen zu sein und dadurch langweiliger werden.
    Ich lese gerade gerne Blogs, bei denen ich eine Persönlichkeit rauslesen kann.
    Ich mag Katzen und Katzenfotos...keine Frage...
    Aber ab irgendeinem Punkt wird alles langweilig.
    Ich meine...so was ist alles okay...so lang es der eigenen Überzeugung entspringt...aber wie oft tut es das schon...:/

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    1. Du hast Recht. Man versucht wie die anderen cool zu sein und verliert sich im Mainstream. Eine gute Mischung aus Individualität und allgemeinem Trend ist schwer zu verwirklichen. Und damit meine ich jetzt nicht den aktuellen Blush, den man haben muss, weil ihn alle haben. Dss nervt mich auch manchmal: wir bloggen über Schminke und denken uns trotzdem 1000 Ausreden aus, warum wir ein Produkt kaufen. Wer's sich leisten kann und will, der soll's tun!

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  2. Danke für deine Meinung. Finde ich gut und ich kann verstehen, dass du dich aufregst.
    Ich habe keine Katze und habe auch keinen Bedarf, mir eine anzuschaffen, nur weil alle anderen Blogger anscheinend Katzen haben.
    Ich gehe auch nicht joggen, um abzunehmen, weil alle anderen abnehmen und Fleisch ich auch noch, und zwar gern ;-) frag mich auch, warum alle meinen, man müsse alles gleich machen, dass ist doch viel zu langweilig.
    Da gehe ich lieber Bogen schießen anstatt einen Post mehr die Woche zu schreiben... Und wem dad nicht passt, der muss ja meinen Blog nicht lesen...
    LG

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    1. Die Einstellung ist richtig! Bloggen, weil es einem Spass macht und nicht, weil man um Leser und gratis Produkte buhlt. Und einfach Dinge tun, die einem Freude bereiten, dann hat man auch immer was zu bloggen!

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  3. Ein wirklich interessanter Post. Ich denke, dass das "Anstacheln" durch Blogs sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Beispielsweise weiß ich viel besser bescheid über manche Produkte oder wo es gerade einen Beauty Sale gibt, usw. Allerdings ist es immer ganz wichtig sich selbst treu zu bleiben, denke ich. Den Nietentrend des letzten Jahres fand ich schon cool, wusste aber, dass er einfach nicht zu mir passen würde. Deshalb hab ich so gut wie gar nichts (ein Kleid, glaub ich) davon im Schrank hängen. Veganerin bin ich übrigens seit August letzten Jarhes-da hab ich noch nicht mal Blogs gelesen ;) Dass es jetzt so viele machen liegt wohl an Attilla. Wie gesagt, das muss jeder für sich selbst wissen, aber leute, die sich nur über andere definieren, mit denen kann ich echt nichts anfangen. Bei mir läuft übrigens gerade ein Ebelin-Gewinnspiel, vielleicht hast du ja Lust, mitzumachen? :)

    Küsschen <3

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  4. Ein sehr interessanter Post, dem ich in jedem Punkt nur zustimmen kann.
    Was das Kommentieren angeht:
    Ehrlich gesagt lese ich viel viel lieber die "kleineren" Blogs als die Großen, da die Großen nie -ja oder meinetwegen meistens- auf Fragen antworten.

    Was Youtube angeht, da gucke ich eh nur eine Youtuberin (Citamaas), der Rest quatscht mir einfach zu viel was mir zu nervig wird weil die einfach nicht zum Punkt kommen :D
    Citamaas hat zwar auch lange Videos, aber ich finde die irgendwie symphatisch und nicht gestellt.

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