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Donnerstag, 21. Februar 2013

Der Post für die Katz'

Hallo meine Lieben,

durch meine Lethargie und Bettlägerigkeit habe ich im Moment keine Lust auf Schminken.
Obwohl hier noch einige Produkte in der Pipeline stecken, die ich euch zeigen möchte. U.a. habe ich mir von Catrice die absolute nude Palette gekauft, sowie von UD die Naked Basic Palette.
Egal, die rennen mir nicht weg.

Heute habe ich Lust, euch mal was über meine Katzen und ihre Haltung zu schreiben. Vielleicht kann der ein oder andere von euch da einen kleinen Nutzen daraus ziehen.

Morup und Trunci werden am 13.4. schon 9 Jahre alt. Wir wussten schon, dass wir mindestens ein Kätzchen aus diesem Wurf nehmen, da war gerade bekannt, dass die Mutter trächtig ist. Wir hatten keine Ahnung, wie die Kätzchen aussehen werden und waren umso erfreuter, dass sie so hübsche Tiger mit weiss geworden sind.

M&T sind von Anfang an Freigänger. Ich weiss, das ist nicht für jeden praktikabel. Aber ich denke, wenn man das will, geht es schon. Wir haben zum Beispiel unsere Wohnungen bisher immer nach Katzenfreundlichkeit ausgesucht: d.h. Katze muss erwünscht sein, max. Hochparterre, Einbau einer Katzenklappe / Leiter muss erlaubt sein und nicht so viel Verkehr in der Gegend. Hat bisher auch gut geklappt.
Also konkret heisst das, wir haben in einem der Zimmer, das auf den Balkon führt eine Katzenklappe ins Fenster einbauen lassen und vom Balkon aus führt seitlich eine Katzenleiter runter. Vor Einbrechern muss man da keine Angst haben. Die Leiter ist so instabil, sogar wenn mein Fliegengewicht-Kind da drauf steigt, würde sie zusammen brechen. Und die Klappe ist so in die Scheibe eingepasst, dass höchsten Inspector Gadget durchgreifen und das Fenster aufbekommen würde.
Und alle Beteiligten wissen dieses Konzept zu schätzen: dadurch brauchen wir kein Katzenklo, weil die beiden raus gehen und die 2 sind frei in ihren Bewegungen.
In Puncto Katzenklo gilt jedoch: immer eines mehr, als Katzen vorhanden.
Man braucht dadurch auch keine Angst haben, dass man sie nie sieht. Gerade der Schmünk (Trunci) ist super oft daheim. Morup ist eher so der Streuner.

Nicht nur Freigänger, auch reine Hauskatzen müssen regelmässig geimpft / entwurmt / entfloht werden.
Wir machen das hier auf einem extrem hohen Niveau, allein schon wegen mir und auch wegen unseres Kindes. D.h. geimpft wird einmal jährlich und entwurmt / entfloht alle 4 Wochen!
Um überhaupt einen positiven Effekt zu erzielen, sollte min. 4-mal im Jahr entwurmt werden!
Wir machen es mittlerweile ausschliesslich mit Spot-on Präparaten, weil ich auf diesen Tabletten-ins-Maul-würgen-Mist keine Lust habe. Wir haben zwar 2 extrem liebe Katzen, aber bei der oralen Eingabe hört auch für die beiden der Spass auf. Spot-on finden sie zwar auch doof, weil das Zeug so stinkt, aber sie haben sich mittlerweile gut dran gewöhnt und es reicht eine Person zum Auftrag.
Da Schmünki ja nicht so der Stromer ist, hat sie mit Ektoparasiten fast keine Probleme. Deshalb bekommt sie gehen Flöhe und Zecken auch alle 4 Wochen ein Spot-on Präparat. Morup ist ein Zeckenmagnet. Weiss auch nicht warum,  aber pro Tag mal so locker 10 Zecken war normal. Eigentlich ist das nicht so schlimm, weil bei Katzen dadurch keine Krankheiten übertragen werden, aber es ist ja für die Katze nicht so angenehm, wenn da so ein Blutsauger an ihr klebt und durch diese Ekelviehcher hatte mein Mann schon 2 Zeckenbisse und Froggi einen!!! Und das finde ich richtig schlimm. Seit eingier Zeit gibt es von Bayer ein Zeckenhalsband speziell für Katzen (nur nie eines für Hunde den Katzen geben!!), das haben wir Morup gegönnt und ich bin begeistert. In den ersten 2-3 Tagen waren noch ein paar kleine Zecken da, aber seitdem keine einzige mehr! Das Halsband hat eine Wirkdauer von ca. 3/4 Jahr und ich habe schon das nächste gekauft. Sobald wieder ein paar Zeckchen auftauchen sollten, wird gewechselt. Wir haben das Zeckenhalsband auch über den Winter dran gelassen, weil unsere Winter ja doch recht mild sind.

Morup und Trunci sind Kätzinnen, die wir mit ca. 1/2 Jahr haben kastrieren lassen. Bei der Gelegenheit wurden sie auch gechippt und bei Tasso e.V. registriert. Gerade bei Freigängern finde ich das sehr wichtig. Wenn einer böse Absichten mit den beiden hat, bringt ihnen das auch nichts, aber wenn sie wirklich mal "verloren" gehen und ehrliche Menschen sie finden, dann bekommen wir sie bestimmt zurück.

Mit dem Futter geben wir uns nicht so viel Mühe. Meistens gibt es das billige Dosenfutter vom Lidl. Dazu das passende Trockenfutter. Mittlerweile kaufe ich öfters die kleinen Aluschälchen mit Deluxefutter. Einfach, weil ich ihnen was Gutes tun will. Und ich greife öfters zum Seniorfutter...
Geradezu verrückt sind sie nach dem Trockenfutter von HappyCat. Da komme ich öfters mal an Proben ran und das lieben sie einfach. Keine Ahnung, was die da rein mischen, aber sie ziehen es sogar dem Feuchtfutter vor.
Bisher muss ich da auch keine grosse Rücksicht nehmen. Beim jährlichen Impfen lasse ich auch immer ihre kompletten Laborwerte (Geriatrisches Profil für Katzen) durchchecken. Bisher ist alles in Ordnung. Falls die Nieren mal Zicken machen, kann man da mit entsprechender Ernährung entgegenwirken. Und durch ihr Freigängertum fangen sie sich natürlich auch ab und zu einen Snack in freier Wildbahn. Finde ich eigentlich nicht so lustig, weil sie das Viehzeugs immer heim schleppen und dann hier verspeisen. Komischerweise haben beide da so ihre Marotten: Schmünk fängt nur Vögel und verspeist sie immer komplett. Morup fängt nur Kleinsäuger (vor allem Mäuse) und bringt sie zum Spielen heim. Oft sind sie noch unverletzt und stehen nur etwas unter Schock, so dass wir sie retten können und wieder nach draussen schaffen können.

Zur Pflege muss ich sagen, dass wir wenig Arbeit mit den beiden haben. In ihrem Leben mussten sie erst einmal gebadet werden, weil sie nach einem Klinikbesuch extrem gestunken haben. Ansonsten bürsten wir sie von Zeit zu Zeit. Schmünkis Fell ist noch einen Ticken kürzer als das von Mourp. Die hat das Bürsten wirklich ab und zu nötig. Komischerweise hat ihre Schwester Susi richtig zotteliges Fell. Ansonsten mache ich gelegentlich ihre Ohren mit einem aufgezwirbelten Papiertaschentuch sauber. Das lassen sie sich auch gut gefallen. Zahnstein haben sie fast keinen, so dass eine Behandlung noch nicht nötig war. Und obwohl es Freigänger sind, muss ich gelegentlich die Krallen bei beiden kürzen. Dazu nehme ich einfach eine Minikrallenschere, die auch für Kaninchen und Meerschweinchen gehen. Da die beiden so lieb sind und diese Prozedur mittlerweile auch gewöhnt sind, kann ich es auch alleine machen.

Und hier könnt ihr sie noch einmal sehen. Zu der 4. Katze aus dem Wurf haben wir leider keinen Kontakt mehr.
 Morup aka Rüppi
 Trunci aka Schmünki
Susi (auch Zottel genannt) - sie lebt mittlerweile in München
Liebe Grüsse,
euer Puminchen

Sonntag, 13. Mai 2012

Jedem das seine - die Ernährung der Kleinen

Hallo meine Lieben,

gestern war ich mal wieder kurz in einer Situation, wo ich mir überlegen musste, reg' ich mich jetzt auf, oder lass ich es sein. Aber diese Situationen kommen immer wieder. Deshalb ist es gut, wenn man seine Meinung dazu hat und hinter dieser auch steht.
Ich weiss, die Kinderernährung ist ein heikles Thema und jeder handhabt es anders, aber ich entdecke bei anderen oft Widersprüchlichkeiten, die mich nerven oder fühle mich durch Kommentare angegriffen.
Deshalb habe ich jetzt einfach mal das Bedürfnis, MEINEN Senf dazu zu geben!

Erst mal die Situation von gestern:
Wir waren zu dritt beim Kasperletheater. Mittlerweile haben die Puppenspieler das Geschäft gewittert und verkaufen auch Popcorn, Caprisonne und Leuchtstäbe mit Zuckerperlen gefüllt. Ich bin ja nicht geizig, aber auf diesen Pfupf habe ich keine Lust und packe deswegen schon immer ein paar Kleinigkeiten ein, mit denen ich meine Tochter bei Laune halten kann. Konkret waren das dieses Mal: eine Flasche Mineralwasser, ein Mini-Tütchen Gummibärchen und ein Riegel Pick-up (bei uns heissen sie - warum auch immer - Cookiekekse).
Als meine Tochter nach einiger Zeit anfing nach so einem Leuchtstab zu betteln, habe ich ihr den Cookiekeks gegeben und dann war auch Ruhe. Neben uns sass auch eine dreiköpfige Familie und das kleine Mädchen wollte dann auch so einen Keks. Aber die Mutter meinte, nein, es gäbe keine Schokolade und hat mir einen Seitenblick zugeworfen, als ob ich meinem Kind Rattengift gegeben hätte.
In der nächsten Pause hat das Mädchen dann eine Tüte gezuckertes Popcorn bekommen...

Eine ähnliche Situation habe ich ein paar Tage vorher erlebt. Wir waren nach dem Kindergarten noch schnell auf dem Spielplatz und eines der Mädchen dort (alle aus der KiGa Gang) hatte eine grosse Tüte Chips mit Ketchup-Geschmack. Sie hat auch sehr vorbildlich mit allen geteilt. Meine Tochter fragte mich, ob sie auch welche essen dürfe, und ich habe es ihr erlaubt. Ca. 5 Kinder standen um die Tüte und jedes hat sich eine seiner kleinen Hände voll genommen und gemümmelt. Dann kam noch ein Junge aus dem KiGa dazu. Er fragte auch seine Mutter (Modell Schlachtschwein!), die auf der Bank nebenan sass und sie sagte nein, weil sie das nicht möchte. Der Junge sah so belämmert aus. Ich fand die Situation für den Kleinen richtig demütigend.

Ich kann ja nur von mir selbst ausgehen. Ich esse gerne! Ich esse auch sehr gerne Süsses. (Ich gehöre wohl zu den wenigen chronischen Lungenkranken, die noch nicht abgemagert sind) Oft leere ich nicht meinen Teller, weil ich pappsatt bin, aber hinterher geht immer noch was Süsses rein. Und das brauche ich auch. Mein Mann z.B. isst gerne vor der Hauptmahlzeit 2-3 Stücke Schoki. Und dennoch putzt er seinen Teller hinterher leer.
Wenn mein Kind Appetit auf Süsses hat, kann ich sie doch nicht mit einem Dinkelkeks oder Apfel abspeisen?
Ich erinnere mich an eine Episode aus meiner Kindheit (ich war ca. 4 Jahre alt), da waren wir lange mit dem Zug zu Verwandten unterwegs und ich hatte tierischen Durst. Limo-Durst! Meinetwegen auch Wasser. Und was hat mir meine Mutter bestellt? Einen heissen Kakao. Ich hätte Heulen können. Wahrscheinlich habe ich es auch getan.
Meine Tochter kennt Saft, Sprite und Fanta. In den meisten Fällen will sie Sprudelwasser trinken!

Gut, man könnte argumentieren, wenn Kinder keinen Zucker kennen, dann verlangen sie auch nicht danach. Aber spätestens im KiGa kommen sie mit dem Zeug in Berührung. Und ich bin der Meinung, dass ein gesunder Umgang viel wichtiger ist. Meine Tochter hat z.B. eine kleine Blechschachtel in ihrem Zimmer, in der Mini-Nikoläuse drin sind. Und die sind da immer noch drin. Obwohl sie freien Zugang dazu hat. Andere Eltern haben uns deswegen schon ungläubig angeschaut, bei ihrem Kind wäre diese Schachtel schon längst weg. Ja, wahrscheinlich, weil die Kinder so knapp gehalten werden, und jede Chance auf Schoki sofort nutzten.
Es soll ja jeder machen wie er denkt. Aber oft sind diese strengen Ökoeltern diejenigen, die in ihrer Jeans wie 'ne Presswurst aussehen und die Kinder wie die Krümelmonster über das Zeug herfallen, wenn sie mal die Gelegenheit haben.
Mir persönlich ist wichtig, dass meine Tochter weiss, dass man sich mit dem normalen Essen satt zu essen hat und Süsses oder Knabberzeug hinterher einen noch ein bisschen zufriedener machen kann, wenn man Lust drauf hat. Und bisher scheint das auch gut zu klappen, denn ein "Nein" wurde bisher auch immer gut akzeptiert.

So meine Lieben, das war jetzt für die meisten ein wahrscheinlich ziemlich uninteressanter Post und auch etwas konfus, aber es tat mir ganz gut, meine Gedanken mal etwas zu ordnen und aufzuschreiben.

Einen schönen Restsonntag wünsche ich euch,
liebe Grüsse,
euer Puminchen